BMW erweitert Zentrum für Sonderlackierungen: Exklusive Individualisierung effizient in Serie

BMW Group investiert über 30 Millionen Euro in Erweiterung der Lackiererei am Standort Dingolfing – mehr Kapazität für individuelle und exklusive Sonderlackierungen – optimale Verbindung von automatisierter Serienfertigung und präzisem Lackierhandwerk

Rendering der Erweiterung der Lackiererei des BMW Group Werks Dingolfing (08/2025)

THE 8 X JEFF KOONS. Lackierprozess im Werk Dingolfing. (02/2022)

Die BMW Group setzt erneut ein starkes Zeichen in Richtung Individualisierung und nachhaltiger Produktion: Am Standort Dingolfing entsteht innerhalb der nächsten 24 Monate ein neues Zentrum für Sonder- und Individuallackierungen. Für das ambitionierte Projekt investiert das Unternehmen über 30 Millionen Euro in die Süderweiterung der bestehenden Fahrzeug-Lackiererei. Der Baubeginn ist für September 2025 geplant, die Inbetriebnahme der neuen Fertigungseinheit soll im Frühjahr 2027 erfolgen.

In dem modernen Anbau, der sich über rund 2.000 Quadratmeter und zwei Arbeitsebenen erstrecken wird, können künftig kundenspezifische Sonderlackierungen in deutlich höherer Zahl sowie mit optimierten Prozessen realisiert werden. Werkleiter Christoph Schröder betont: „Damit tragen wir dem zunehmenden Wunsch nach dem Besonderen Rechnung und bauen ein für die BMW Group lukratives Geschäftsfeld aus.“

Die Lackiererei im Werk Dingolfing genießt bereits heute einen ausgezeichneten Ruf für ihre hohe Farbvielfalt und Individualisierungsmöglichkeiten. Bis zu 300 Lacktöne stehen den Kunden zur Auswahl, ergänzt durch exklusive Two-Tone-Varianten und aufwändige Sonderlackierungen für limitierte Modelle wie den BMW 3.0 CSL (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 11,0 l/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 249 g/km gemäß WLTP) oder die exklusive BMW M4 CS Edition VR46 (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 10,2 l/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 232 g/km gemäß WLTP, CO₂-Klasse: G).

Kennzeichnend für die Produktion in Dingolfing ist die intelligente Kombination aus automatisierten Großserienprozessen und individueller Handarbeit. In der neuen Fertigungslinie soll genau dieser Ansatz weiter perfektioniert werden: Während die Grundfarbe der Karosserien wie gewohnt automatisiert aufgetragen wird, übernehmen erfahrene Lack-Spezialist:innen im neuen Erweiterungsbau die präzise manuelle Ausführung der Kontrastfarben bei Two-Tone-Lackierungen oder die Applikation von Sonderstreifen und Designmerkmalen. Den abschließenden Klarlack erhält die Karosserie wiederum im Serienprozess.

Je nach Modellvariante und Auftragslage werden in dem neuen Zentrum künftig voraussichtlich zwischen zehn und zwanzig Mitarbeitende tätig sein. Dabei soll sich die Durchlaufzeit der Karosserien im Vergleich zum bisherigen Verfahren um rund 25 Prozent reduzieren – zugleich erwartet man eine spürbare Senkung der Fertigungskosten.

Auch im Bereich Energie setzt BMW auf Zukunftstechnologie: Die Trockneranlagen im neuen Gebäudeteil werden nicht mehr mit Erdgas betrieben, sondern vollständig strombasiert – ein Schritt in Richtung nachhaltiger Produktion mittels Power-to-Heat-Technologie.

THE 8 X JEFF KOONS. Lackierprozess im Werk Dingolfing. (02/2022)

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