RALF EGGL [WOIDWERK]

der mobility:zooom Talk   

RALF EGGL [WOIDWERK]

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ABSOLUTE GENTLEBIKES

Er verbindet in seinen BMW Motorradumbauten nicht nur Design mit handwerklicher Exzellenz. Sondern auf seiner AGENDA ganz weit oben steht Stil. Die bayerische Motorradmanufaktur [WOIDWERK] – BAVARIAN GENTLEBIKES von Ralf Eggl im schönen Bodenmais steht für den sehr stilvollen Umbau von BMW Motorrädern. “The Speedsisters”, ein Gemeinschaftsprojekt zwischen der bayerischen Motorradmarke und Ralf Eggl zeigt, wie zwei sehr unterschiedliche Bikes in einer Formensprache vereint werden können. Wir haben mit Ralf über dieses Projekt gesprochen.

virtualdesignmagazine Michael Hiller

Ralf, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, um über das Projekt „The Speed Sisters“ mit mir zu sprechen. Ein Projekt, das du mit BMW Motorrad als Custom-Projekt umgesetzt hast. Wobei die BMW R 12 und BMW R 18 die Vorgabemodelle waren. Aber bevor ich darauf eingehe, möchte ich dich, für alle, die dich noch nicht kennen, kurz vorstellen. Du führst die Motorradmanufaktur WOIDWERK in Bayern. Im bayerischen Wald. Genauer gesagt im schönen Bodenmais. WOID bedeutet Wald und somit verspricht diese Bezeichnung WOIDWERK, also Waldwerk schon etwas sehr Besonderes. Du hast dich darauf spezialisiert, BMW Motorräder in faszinierende Einzelstücke zu verwandeln. Wobei der Name deines Unternehmens Programm ist: WOIDWERK BAVARIAN GENTLEBIKES. Das hört sich stark nach Entschleunigung an und nicht unbedingt nach Hektik und Highspeed-Performance. Alles hat mit Stil zu tun bei deinen Umbauten.

Liege ich da richtig?

WOIDWERK Ralf Eggl

virtualdesignmagazine Michael Hiller

Geht man auf deine Webseite, wird man sofort von dem visuell sehr ansprechendem Auftritt überrascht. Alles supermodern und aufgeräumt und interaktiv. Große Schriften. Tolle Navigation und präzise Bildführung. Und betrachtet man dann die Bikes, die du dort zeigst, reflektieren sie genau das: Modernität und klares Design in Kombination mit sehr individuellen, maßgeschneiderten Umbauten. Dabei schaffst du es aber auch, gestalterische Attribute aus früheren Epochen mit aufzunehmen.

Das Projekt „The Speed Sisters“, welches du dann in Kooperation mit BMW Motorrad umgesetzt hast, in Zusammenarbeit mit Projektleiter Roland Stocker, war aber wahrscheinlich etwas ganz Anderes. Zwei unterschiedliche Motorradtypen, die BMW R 12 und die BMW R 18. Letztere sehr mächtig im Erscheinungsbild und dagegen die R 12 eher ein agiles Bike.

Wie kam es zu dem Projekt? Stand die Auswahl der beiden Maschinen schon fest oder hat sich das erst entwickelt?

Ralf Eggl

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virtualdesignmagazine Michael Hiller

Augenfällig ist sofort die farbliche Verbundenheit. ¾ Weiß, ¼ Grün. Eine Hommage an die langen Winter des Bayerischen Walds. Dieser Style findet sich komplett als Linie beginnend vom Windschutz bis einschließlich Sitzbank.

Ist dieses Farbkonzept gleich am Anfang, also zu Beginn entstanden?

WOIDWERK Ralf Eggl

virtualdesignmagazine Michael Hiller

Ralf, wobei gleich die Frage auftaucht: Was war Zielsetzung für das komplette Design? Beide BMW Motorräder wirken nach dem Umbau in keinster Art und Weise aggressiv und laut. Aber trotzdem sehr dynamisch und nicht unbedingt wie ein reiner Cruiser. Irgendwo dazwischen. Laut Aussage von Projektleiter Roland Stocker definiere ich es auch als ein Custom-Paar, aber dabei ein sehr dynamisches.

WOIDWERK Ralf Eggl

virtualdesignmagazine Michael Hiller

Nach Festlegung des Designs folgte dann Skizzenarbeit und anschließend die genaue Festlegung am Rechner? Oder arbeitest du da ganz anders? Viele Customizer gehen ja eher intuitiv an die Sache. Also mit einer Grobskizze im Vorfeld und alles Weitere ergibt sich während des Arbeitsprozesses in der Werkstatt.

WOIDWERK Ralf Eggl

virtualdesignmagazine Michael Hiller

Du verbindest in deiner Manufaktur Design und Handwerk als perfekte Symbiose. Was ich damit meine ist, dass viele Customizer doch eher auch das Design von der handwerklichen Seite betrachten, also eher dabei ein handwerklich gut gemachtes Bike herauskommt, aber nicht unbedingt ein designorientiertes Modell. Wobei das aber überhaupt keine Wertung darstellen soll. Eher eine Feststellung. BMW Motorräder leben aber eher aus dem Verständnis des Industrialdesigns, des Fahrzeugdesigns.

Und diesem musste ja auch Rechnung getragen werden, oder?

Das Erscheinungsbild beider Modelle ist ja sehr prägnant. Wie frei warst du da bei beiden Modellen?

WOIDWERK Ralf Eggl

virtualdesignmagazine Michael Hiller

Es wurden viele Bauteile speziell neu entwickelt. Gerade bei der BMW R 18.

Wie der Schwingenabschluss mit Kennzeichenträger oder die Konstruktion der Rücklichter. Entweder CNC gefertigt oder mit dem 3D- Drucker realisiert. Was dann ja auch bedeutet, das die Vorplanung schon sehr präzise im Detail gewesen sein muss.

Hat sich die Komplexität für das gesamte Projekt schon am Anfang abgezeichnet? Stand für dich schon da fest, es muss mit dem 3D-Drucker gearbeitet werden und ohne CNC Arbeit geht es sowieso nicht?

WOIDWERK Ralf Eggl

Links im Bild Roland Stocker von BMW Motorrad